Wir sind einer der innovativsten Energieversorger Bayerns

3connect – Schwerpunkt Landwirtschaft

Im Versorgungsgebiet von AÜW gibt es derzeit etwa 2850 landwirtschaftliche Betriebe. Rund die Hälfte davon besitzt eine Photovoltaik-Anlage, wovon sich nur kleine Teile im Eigenverbrauch befinden. Die restlichen Anlagen wiederum speisen derzeit komplett in das öffentliche Stromnetz ein. Ab dem Jahr 2021 werden sukzessive die ersten Anlagen aus der staatlichen Förderung nach dem EEG-Gesetz fallen und spätestens 2030 wird etwa die Hälfte dieser Anlagen keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Den betroffenen Landwirten müssen daher neue Perspektiven eröffnet werden, indem sie ihre Strommengen eigenständig vermarkten oder – wenn nicht schon praktiziert – den Eigenverbrauch erhöhen. Dazu werden Systeme benötigt, die lokale Erzeuger und Verbraucher sowie den übergeordneten Markt optimal miteinander verknüpfen. Auch die Elektromobilität wird Einzug in die Landwirtschaft finden und bietet somit einen Weg, selbsterzeugten Strom zur Wertschöpfung zu nutzen. Um die Praxistauglichkeit solcher Systeme zu testen und zu demonstrieren, statten AÜW, ABB und John Deere im Rahmen des Projekts 3connect einen Landwirt aus Immenstadt mit einem Energiemanagementsystem (EMS), einem Hybrid-Traktor, einer Ladestation sowie einem stationären Batteriespeicher aus. Das Gesamtsystem wird von der Schleupen AG durch einen sogenannten Energielogistiker an den Energiemarkt angebunden. Wir von AÜW hoffen, aus den gewonnen Erkenntnissen attraktive Dienstleistungsangebote und echte Mehrwerte für viele landwirtschaftliche Kunden im Allgäu generieren zu können.

Mehr zur smart Farm der Familie Eldracher:

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Virtuelles Kraftwerk – Hybridspeicher Sulzberg/Au

Ein Teil einer Vision wird Wirklichkeit: Das Hybridkraftwerk Am 10. August 2018 ging auf dem Gelände von AÜW in Sulzberg bei Kempten eines der derzeit größten Energiespeicherprojekte in Deutschland in Betrieb. Das Projekt ist ein weiterer großer Schritt für die EnergieZukunft Allgäu und hilft, die Versorgungssicherheit für unsere 90.000 privaten und gewerblichen Kunden sicherzustellen und für die Zukunft optimal aufgestellt zu sein.

Klingt spannend? Verständliche Erklärungen hier:

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AÜW Mieterstrommodell

Nach der Umsetzung eines PV-Mieterstromprojektes zusammen mit der Sozialbau im Juni 2016 wurde im Oktober 2017 mit der Gemeinde Wildpoldsried, in einem weiteren Wohngebäude mit 15 Wohneinheiten, das AÜW Mieterstrommodell umgesetzt. Das Gebäude erhielt eine 29,7-kWp-PV-Anlage, woraus der erzeugte Strom direkt von den Mietern bezogen werden kann. Für die Mieter steht somit der AÜW Mieterstrom mit zwei Tarifen zur Verfügung: Bei guter Witterung kommt günstiger und ökologischer Sonnenstrom direkt vom eigenen Dach; scheint die Sonne einmal nicht, werden die Kunden mit Ökostrom aus dem Netz versorgt. Mit AÜW Mieterstrom besteht nun auch für Mieter die Möglichkeit, aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Für Immobilienbesitzer zählt die AÜW Mieterstromanlage mit zum Energiestandard eines Gebäudes und verbessert diesen dadurch. Bereits heute laufen die Planungen für weitere Projekte im kommenden Jahr.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Die Förderung der Bundesregierung im Jahr 2017 brachte der Elektromobilität neuen Schwung. Dank dieser Unterstützung konnten 2017 und 2018 allein in Kempten und dem Oberallgäu rund 750.000 Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert werden. Bereits 2016 betrieben AÜW und die AllgäuStrom Partner im Oberallgäu und in Kempten 16 Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten. 2017 wurde das Angebot an Ladesäulen nahezu verdoppelt. Neben den Normalladestationen mit einer Leistung von max. 22 kW, wurden vier sogenannte Schnellladestationen im Umfeld der Autobahn A7 sowie den Bundesstraßen B12 und B19, an denen moderne Elektrofahrzeuge in rund 45–60 Minuten wieder aufgeladen werden können, installiert.

Produkte und Dienstleistungen rund um die Elektromobilität

Elektromobilität

Breitbandausbau

Aufgrund steigender Bandbreiten und zu überbrückende Leitungslängen begann AÜW aus eigener Initiative bereits 1992 die erste Glasfaserstrecke zu verlegen. Nacheinander wurden bereits unterschiedlich verlegte Rohre mit Glasfaserleitungen belegt und die Blitzschutzseile auf 20kV- und 110kV-Freileitungen durch Seile mit integrierten Fasern getauscht. Heute / Gute 25 Jahre / zwei Jahrzehnte später betreibt AÜW nun ein stolzes Glasfasernetz von rund 470 km mit ca. 270 Glasfaserverteilern und 130 Kundenanschlüssen. Mit Gründung der AllgäuKom 1997, einer ehemals 100-prozentigen AÜW-Tochter, die seit längerem jedoch M-net angehört, war der Einstieg in den Telekommunikationsmarkt geschafft. AÜW arbeitet mit M-net nach wie vor als Anbieter von Telekommunikations-Diensten eng zusammen. Freie Kapazitäten an Fasern, die AÜW oder AllgäuNetz selbst nicht benötigen, werden daher oftmals auch an M-net vermietet. Im Zuge der bayerischen Förderprogramme haben sich AÜW und M-net mehrfach erfolgreich um einen Zuschlag zu Ausbauprojekten in verschiedenen Gemeinden im Oberallgäu beworben, wodurch den meisten Anwohnern nun Bandbreiten von bis zu 300 Mbit/s ermöglicht werden konnten. Ein paar der darunter fallenden Baumaßnahmen wurden in erster Linie von AÜW finanziert. Auch in der Stadt Kempten begann die Planung zum Breitbandausbau bereits vor mehr als zwei Jahren. Die umliegenden Gewerbegebiete, die damals nicht von der Deutschen Telekom ausgebaut wurden, hatten hohen Bedarf, jedoch keine dafür notwendige gute Anbindung. Dank der über die letzten Jahre kontinuierlichen Verlegung zusätzlicher Leerrohre für die Telekommunikation, war es aber möglich eine Planung aufzusetzen, die im Verhältnis zur verlegten Glasfaserstrecke wenig Tiefbau erforderte. So fiel der Startschuss der Ausbaumaßnahmen noch im April letzten Jahres und soll mit der Netzanbindung aller Kunden im 2. Quartal 2019 abgeschlossen sein.